BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Rückwärts blättern Vorwärts blättern

1 Allgemeines

Straßenbaulabors sind Arbeitsstätten, in denen genormte Untersuchungen zur Qualität von Straßenbaustoffen durchgeführt werden.

Untersucht werden bitumengebundene - in Ausnahmefällen auch teergebundene - Straßenbaustoffe sowie ungebundene und hydraulisch gebundene Baustoffe zur Herstellung von Frostschutz-und Tragschichten.

Darüber hinaus werden Untersuchungen des zu Recyclingzwecken angelieferten Straßenaufbruchmaterials auf einen möglichen Teergehalt vorgenommen.

Die zu verwendenden Einrichtungen und die anzuwendenden Untersuchungsmethoden in Straßenbaulabors sind genormt.



1.1 Gefahren durch chemische Reaktionen

Gefahren durch chemische Reaktionen bestehen bei sachgemäßem Umfang nicht, da in der Regel nur physikalische Untersuchungsmethoden zur Anwendung kommen. In Asphaltlabors können allerdings Gesundheitsgefahren beim Umgang mit Lösemitteln und in Bodenlabors beim Umgang mit Ätzkalk auftreten.



1.2 Allgemeine Gefahren

Verletzungs- und Gesundheitsgefahren in Straßenbaulabors sind

  • Ausrutschen und Hinfallen;
  • lärmintensive Untersuchungsmethoden;
  • Verbrennungen der Haut;
  • Verletzungen an scharfen Kanten und Formen.

Gegen diese allgemeinen Gefahren sind geeignete technische Schutzmaßnahmen zu ergreifen:

  • Trittsichere Fußböden;
  • Lärmminderungsmaßnahmen, wie z. B. Kapselung der Schallquellen, Abschirmwände, schallschluckende Raumauskleidungen.


1.3 Persönliche Schutzausrüstungen

Wenn technische Schutzmaßnahmen aus betrieblichen Gründen nicht möglich sind, müssen persönliche Schutzausrüstungen vom Unternehmer zur Verfügung gestellt und vom Versicherten getragen werden:

  • Normgerechte Sicherheitsschuhe mit der Bezeichnung S2 nach DIN EN 345;
  • Gehörschutz (Gehörschutzkapseln, -Stöpsel oder -watte) gemäß DIN EN 352;
  • Schutzhandschuhe gemäß DIN EN 420.

In einigen Fällen können ganz spezielle persönliche Schutzausrüstungen in Straßenbaulabors notwendig werden:

  • Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken gemäß DIN EN 407, Kategorie 2;
  • Schutzhandschuhe gegen Chemikalien gemäß DIN EN 374; CKW-Beständigkeit, Kategorie 1 oder Kategorie 2;
  • Korbbrillen mit einer Sichtscheibe gegen spritzende Flüssigkeiten gemäß DIN EN 166, Kennzeichnung des Tragkörpers X ZZ 3, Kennzeichnung der Sichtscheibe X 1 ZZ S.

 

 

 

Webcode: M230-3


Volltextsuche mit Filterfunktionen

Was ist neu?